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Gemeinsames Engagement gegen den Ausweichverkehr

Wenn sich im Sommer die Autos vor dem Gotthard stauen, versuchen immer mehr Verkehrsteilnehmende den Stau zu umfahren. Dadurch kommt der Verkehr auf den Kantonsstrassen komplett zum Erliegen. Selbst Blaulichtorganisationen bleiben in den Autokolonnen stecken. Der Urner Nationalrat Simon Stadler wehrt sich nun gegen diese unhaltbaren Zustände entlang der Gotthard- und San-Bernardino-Route.


Während den Sommermonaten – von Palmsonntag bis Mitte Oktober – ist auf den alpenquerenden Autobahnen mit erhöhtem Verkehrsaufkommen zu rechnen. Vor allem bei Ferienbeginn, an Feiertagen oder an einem verlängerten Wochenende staut sich der Verkehr auf der Autobahn nördlich oder südlich des Gotthardportals auf mehreren Kilometern. Immer öfters versuchen Automobilistinnen und Automobilisten den Stau zu umfahren. Doch das ist im engen Urner Oberland oder in der oberen Leventina, wo es neben der Autobahn lediglich eine Strasse gibt, gar nicht so einfach. Der Ausweichverkehr führt dazu, dass sich die Autos nicht nur auf der Autobahn stauen, sondern auch durch die Dörfer. Betroffen sind insbesondere die Strassen im Urner Oberland, in der oberen Leventina und entlang der San-Bernardino-Route.


Durch den Ausweichverkehr wird die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner massiv beeinträchtigt. Stauen sich die Autokolonnen durch die Dörfer, kommt der öffentliche Busverkehr vielerorts zum Erliegen. Die Anwohnerinnen und Anwohner können aufgrund des starken Verkehrsaufkommens ihre Dörfer oft kaum mehr verlassen und innert nützlicher Frist zur Arbeit pendeln – insbesondere wer an Wochenenden arbeiten muss, hat ein Problem. Dazu kommt: Die Verkehrskolonnen verstopfen auch sämtliche Anfahrtswege für Blaulichtorganisationen wie Polizei, Feuerwehr oder Rettungsdienste.


Stadler stösst auf breite Unterstützung

Der Unmut über den stets zunehmenden Ausweichverkehr ist in den Dörfern entlang der Gotthard- und San-Bernardino-Route enorm gross. Im Urner Oberland hat sich nicht zuletzt deshalb nun eine Interessensgemeinschaft formiert, die im Rahmen einer Petition Unterschriften gegen die unzumutbaren Zustände sammelt.


«Die aktuelle Situation ist schlicht unhaltbar», sagt der Urner Nationalrat Simon Stadler (CVP – Die Mitte Uri). Er will nun gegen den Ausweichverkehr ankämpfen. Am 28.09.22 reichte er im Nationalrat deshalb das Postulat «Verbesserung des Verkehrsmanagements und Umgang mit Ausweichverkehr» ein. 29 Nationalrätinnen und Nationalräte von sämtlichen Parteien haben Stadlers Ansinnen unterzeichnet. Support erhält er insbesondere auch von den Volksvertreterinnen und Volksvertretern der Kantonen Graubünden, Wallis und Tessin, die den Vorstoss alle mitunterzeichnet haben.


Nationalrat fordert konkrete Massnahmen

Defizite ortet Simon Stadler insbesondere beim Verkehrsmanagement, für das der Bund entlang der Autobahnen die Hauptverantwortung trägt. «Das Astra muss jetzt alle möglichen Massnahmen ergreifen, um die Situation der Bevölkerung entlang der Gotthard- und San-Bernardino-Route zu verbessern.» Mit seinem Postulat beauftragt Simon Stadler den Bundesrat, in einem Bericht aufzuzeigen, wie das Verkehrsmanagement beim alpenquerenden Verkehr verbessert werden könnte. Der Urner Nationalrat fordert dabei konkrete Massnahmen vom Bund. Weiter schlägt er Massnahmen zur Förderung von attraktiven ÖV-Angeboten und Verbesserungen bei der Information der Verkehrsteilnehmenden vor.


«Es muss jetzt einfach etwas passieren», sagt Simon Stadler. «Es kann nicht sein, dass die Ambulanz nicht mehr rechtzeitig am Einsatzort eintrifft, nur weil der Ferienverkehr das ganze Urner Oberland verstopft. Solche Situationen müssen wir unbedingt verhindern.»




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